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Erinnerungen - vom Schüler zum Meister
1942 – 1965

Übersicht

Vorwort

Anlass für meine Erinnerungen war das Auftauchen längst verlorengegangen geglaubter Fotos aus einer Epoche, die eng mit meinem beruflichen Werdegang zu tun hatten. Eingescannt und mit einigen Erläuterungen versehen, gefiel mir das Ergebnis so gut, dass ich beschloss, meinen gesamten Werdegang von der Einschulung bis zum Meister zu schildern. Dem Computer und dem Internet sei Dank für die vielen Möglichkeiten der Gestaltung, die eine solche Arbeit zur Freude werden lässt.

Bei einigen Recherchen stellte sich heraus, dass bestimmte Informationen gar nicht mehr zu bekommen waren, weil die Wissensträger inzwischen verstorben sind. So konnte ich z.B. nur annähernd genau herausbekommen, wann mein 1976 verstorbener Vater sein erstes Geschäft in Düren gegründet hatte. Damit solche Pannen nicht mehr passieren und wichtige Kenndaten auch einmal den Enkeln noch zur Verfügung stehen, habe ich mich hingesetzt und etliches von dem aufgeschrieben, was in meiner Erinnerung haften geblieben ist. Wenn man will, kann man es auch als ein winzig kleines Stück Zeitgeschichte betrachten, an das sich auch meine im Text erwähnten Freunde und Bekannten erinnern werden, wenn sie ihn denn lesen sollten.

Begonnen habe ich mit meiner schulischen Laufbahn, die 1942 in Düren begann und 1953 in Bornheim endete. Danach schildere ich meine Lehrzeit, die nach einer kurzen Volontärzeit in die Selbständigkeit führte. Die Aufbauphase des Betriebes zusammen mit meinem Vater bis zur Ablegung der Meisterprüfung wird dann das vorläufige Ende dieses Berichts sein.

In dem Bericht habe ich des öfteren Vergleiche zwischen damals und heute angestellt, wobei ich mich manchmal etwas eingehender mit dem „Heute“ befasst habe, weil ich es für nötig hielt. Meine Vergleiche sollten als Beschreibung und nicht als Wertung verstanden werden, denn so wie früher nicht alles gut war, ist heute nicht alles schlecht und jeder möge sich seine eigenen Gedanken dazu machen.

Das Thema Beruf steht über weite Strecken im Vordergrund. Als Einzelhändler ist man tagtäglich 10 – 12 Stunden mit seinem Beruf verheiratet und hat dann nur noch wenig Zeit für die Familie. An dieser Tatsache kommt kaum ein Selbständiger vorbei. Jedem wird einleuchten, dass man sich noch am ehesten an die Dinge erinnert, mit denen man die längste Zeit am Tage beschäftigt gewesen war. Es wird auffallen, dass ich mich stark mit technischen Problemen und deren Lösungen beschäftigt und diese hier geschildert habe. Ich hoffe, dass ich bestimmte Dinge und Zusammenhänge so präzise wie möglich, dennoch aber auch für Laien verständlich beschrieben habe, ohne allzu sehr in „Fach-Chinesisch“ verfallen zu sein.

Seit einiger Zeit versuche ich, das jahrzehntelang vernachlässigte Familienleben wenigstens ansatzweise nachzuholen. Unsere große Familie mit 11 Enkeln bietet mir dazu reichlich Gelegenheit. Es ist durchaus zu hoffen, dass es eine Fortsetzung , beginnend mit dem neuen Lebensabschnitt, geben könnte.

Bemerken möchte ich noch, dass es sich bei meinen „Erinnerungen“ nicht um ein Tagebuch in unbedingt chronologischer Reihenfolge handelt, sondern durch Verflechtung von Themen schon mal ein größerer Bogen gespannt werden musste. Trotzdem habe ich versucht, größere Sprünge im kontinuierlichen Ablauf zu vermeiden.

Wesseling, im Februar 2009

Hans Perscheid

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Kriegszeit

  • Kindheitserinnerungen an den Geburtsort Düren

  • Mit dem Näherrücken der Westfront Flucht nach Bornheim

  • Totalen Zerstörung Dürens

  • Stunde Null in Bornheim - Neubeginn der Familie aus dem Nichts

Schulzeit in Bornheim unmittelbar nach dem Krieg

  • Start mit dem Beginn der Realschule Bornheim 1947

  • Der außergewöhnliche Rektor Karl Lohrscheid

  • Umzug nach Wesseling

  • Abschluß und Jahresarbeit zum Thema Motorrad


Jahresarbeit zum Thema Motorrad

Hierbei handelt es sich um eine 36 handgeschriebene Seiten lange Abhandlung zum Thema Motorrad aus dem Jahre 1953 mit vielen selbstgefertigten Zeichnungen.
Anmerkung von HPS: Die Gliederung, der Inhalt, die perfekte Sprache und die Gründlichkeit dieses Aufsatzes sind ein Merkmal für die Motorradbegeisterung des Autors. Kein Wunder, dass dieser sich später auch beruflich mit Zweiräder befasste.

Der Aufsatz ist im PDF-Format
knapp 4,4 MB zum zum downloaden >>> hier

Lehrzeit

  • Lehre bei der Reederei Braunkohle in Wesseling

  • Ausgeprägtes Musik-Hobby führte zum Grundstock für spätere Selbständigkeit

  • Abenteuer: Mit der NSU-Quick durch die DDR bis Rostock und zurück

Voluntariat

Nach der erfolgreichen Ausbildung zum Maschinenbauschlosser geschah die Weiterbildung zum Zweirad-Spezialisten über ein Voluntariat bei der Adler Vertretung Rövenich in Köln-Mühlheim Der erste Helm war von Römer



Ein Ladenlokal ist schon in Sicht

Das Geschäft wird eröffnet

  • Anfang mit äußerst bescheidenen Mitteln: die Eröffungsbilanz

  • Das Motorrad jenseits des Berufs

  • Optimierung des Motorrads damals

  • Die Motorradvergangenheit des Vaters

  • Nur mit 50ern war noch Geld zu verdienen

Das Geschäft läuft an

Beruf, Alltag und Freizeit mit dem Motorrad Teil 1

  • „AMOR-Spezial“ von Alfons Mohr – klein aber fein

  • Erfahrungen stellen sich ein

  • „Frisierte Mopeds“ - nicht immer legal

  • Mit Freunden unterwegs

Das Geschäft entwickelt sich weiter

Beruf, Alltag und Freizeit mit dem Motorrad Teil 2

  • Fortschritte in der Werkstatt

  • Sonntags vormittags hieß es: Nichts wie hin zum Nürburgring

  • Die berühmten „Elefantentreffen“ der Gründerzeit

  • Von Anfang an dabei: beim „Moto Cup“ für 50 ccm Motorräder in Hockenheim

  • Immer mal wieder: Basteleien und Fahrten mit der Adler

  • Das Geschäft mit größeren Motorrädern hatte Ende der 1950er Jahre
    kaum noch Zukunftsperspektiven

Rennsportengagement ab 1960

  • Entwicklung einer Rennmaschine – oder vom Florett zur „Seeschlange“

  • von minimalem Luftwiderstand und schnellen Steuerzeiten

  • von Continental-Rennreifen, Balsa-Holz, Dell'Ortos und Drehschiebern

  • selbst entwickeltes Fünf-Gang-Getriebe für die Kreidler

  • das Getriebe der Victoria ließ sich sogar auf 9 Gänge erweitern

Der Journalist

Ein Moped-Mechaniker schreibt für die Fachzeitschrift
„Das Moped und die Kleinmotorisierung“

Firmenwagen

Nach dem Firmenmotorrad kam der Firmenwagen

  • Mein erstes Auto – ein OPEL Olympia Rekord Caravan

  • Vor dem Auto kam der Führerschein

  • Die verbesserte Mobilität war auch gut fürs Geschäft

  • Ein neuer Kombi muss her – Ford 17 M Turnier

  • Und was man alles damit machen konnte

Wachstumsgeschichten

  • Was bisher über Pleiten, Pech und Pannen fehlte

  • In Sachen Garelli, Vespa, Kreidler und Sachs

  • Zaghafte Zuwendung zum neu auflebenden Motorradgeschäft mit Maico

  • Der Schritt zur Familie

Die Meisterzeit

  • Weg und Gedanken zum Meistertitel

  • Zusatzgeschäft mit Tunigteilen

  • Erste Berührung mit Japans Motorradtechnik


Nachwort

  • Einige Bilder aus der Zeit nach 1965

  • Nachwort – Hans Perscheid zieht Bilanz aus heutiger Sicht

Zu Besuch bei den Perscheids im Februar 2009

  • Erinnerungen und Erlebnisse von Hans Peter Schneider

Das Triky-Projekt

  • Entwicklung und Bau eines Eigenbau-Dreirades


Restaurierungsberichte

Heinz Peter Nettekoven restauriert seltene
Zweizylinder Imme


Restaurierung einer seltenen Stricker



Text: Hans Perscheid
Fotos: Archiv Hans Perscheid

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